Standort Ostalbkreis – dauerhaft innovativ und wettbewerbsfähig

Um wirtschaftliche Zukunftsthemen und gesellschaftliche Wandlungsprozesse aktiv mitzugestalten und so optimale Rahmenbedingungen für den Lebens- und Wirtschaftsraum Ostalbkreis zu schaffen, ist die Wirtschaftsförderung des Landkreises immer am Puls der Zeit.

2014

Seit vielen Jahren beteiligt sich der Ostalbkreis gemeinsam mit seinen Kommunen, Hochschulen und Unternehmen an europäischen Strukturförderprogrammen wie dem Europäischen Fonds  für Regionale Entwicklung: 2014 eröffnete die eule gmünder wissenswerkstatt als spannendes und experimentierfreudiges Forschungszentrum für Schülerinnen und Schüler.

2015

2015 folgte das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen zur Unterstützung von Start-ups auf dem Campus.

2018

Aktuell setzt der Ostalbkreis als prämierte WINregion weitere Leuchtturm- und Schlüsselprojekte um: Die Europäische Ausbildungs- und Transferakademie EATA in Ellwangen befasst sich mit der bedarfsgerechten Bereitstellung von qualifizierten Fachkräften, indem Jugendliche aus dem europäischen Ausland und junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive Sprachschulungen erhalten und parallel dazu auf eine Ausbildung oder einen Beruf vorbereitet werden.

Im August 2018 startete der Umbau der EATA. Einen „ersten Hammerschlag“ vollzogen (v. l.): Ellwangens Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, MdB Roderich Kiesewetter, Erste Landesbeamtin Gabriele Seefried, Minister Peter Hauk, Vorstand des Kolping-Bildungswerks Württemberg e. V. Klaus Vogt und Architekt Christoph Romer. Foto: Ursula Maier

2020

Am Zentrum Technik für Nachhaltigkeit ZTN der Hochschule Aalen wird ab 2020 zu Themen wie nachhaltige Mobilität, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz geforscht. Dabei stehen in Anlehnung an den Wissensbedarf der Region Schlüsseltechnologien wie Leichtbau, neue Produktionstechnologien und Werkstoffinnovationen sowie optische Technologien im Vordergrund.

2022

An der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd entsteht bis 2022 das Zentrum für Human Resource Development ZHUM. Hier werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu Zukunftsfeldern wie Wirtschaft 4.0 erarbeitet und Konzepte erforscht, wie Ältere, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert und Menschen fit für die digitale Zukunft gemacht werden können.

Starker ländlicher Raum

Auch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) des Landes Baden-Württemberg bietet insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen attraktive Gestaltungsoptionen und Fördermöglichkeiten. Insgesamt flossen in den Jahren 2000–2018 rund 100 Millionen Euro in den Ostalbkreis und lösten ein Gesamtinvestitionsvolumen von 835 Millionen Euro aus. Dabei nahm der Ostalbkreis gerade in den zurückliegenden Programmjahren im baden-württembergischen Vergleich eine Spitzenstellung ein.

Weiterführende Informationen zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) finden Sie hier.

Der ELR-Koordinierungsausschuss bei seiner Sitzung im November 2018. Foto: Landratsamt Ostalbkreis

Lebensträume gestalten

Zwei große Teilräume des Ostalbkreises beteiligen sich zudem am europäischen Förderinstrument LEADER. Die Abkürzung LEADER steht dabei für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ was soviel bedeutet wie „Verbindung von Handlungen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Die LEADER-Regionen Jagstregion und Schwäbischer Wald setzen in Kooperation mit Gemeinden, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern Projekte um, welche die Lebens- und Standortqualität im ländlichen Raum verbessern und neue Wertschöpfungsquellen erschließen.

Bild: Die LEADER-Aktionsgruppe Jagstregion ist überzeugt vom LEADER-geförderten Römischen Wasserspielplatz am Stausee Rainau-Buch. Foto: Landratsamt Ostalbkreis

STANDORT ENTWICKELN

Auf dem Weg zur digitalen Datenautobahn

Einen hohen Stellenwert hat im flächenmäßig drittgrößten Landkreis in Baden-Württemberg der leistungsfähige und glasfaserbasierte Breitbandausbau, da gerade im ländlichen Raum hierbei oft ein Marktversagen durch die privaten Telekommunikationsunternehmen zu beobachten ist. Um die Position der öffentlichen Hand zu stärken, ist der Ostalbkreis Gründungsmitglied des Verbunds Komm.Pakt.Net, dem weitere sieben Landkreise angehören. Der Ostalbkreis und seine Kommunen arbeiten Hand in Hand mit dem Ziel, zukunftsfähige Glasfaseranschlüsse für Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung zu stellen, und sicherten sich hierfür bis Mitte 2018 bereits über 25 Millionen Euro an Fördergeldern. Damit errichtet der Landkreis ein lückenloses und ausfallsicheres Backbone-Netz, das die Basis für die Anbindung der Verteilnetze der Städte und Gemeinden an das schnelle Internet bildet.

Spatenstich zum Ausbau der 16 km langen Härtsfeldtrasse im Juli 2018 (v. l.): Tobias Gölz, Bauleiter LW; Frank Tarnowski, Planungsbüro RBS wave; Natalie Gorus, Stadt Aalen; Thomas Häfele, Bürgermeister Neresheim; Gabriele Seefried, Erste Landesbeamtin; Dr. Gunter Bühler, Bürgermeister Bopfingen; Gebhard Häfele, Ortsvorsteher Flochberg, Dietmar Schönherr, Ortsvorsteher Unterriffingen; Fabian Stadelmaier, LW. Foto: Wolfgang Hirsch, Landratsamt Ostalbkreis

...UND FORTSCHRITT GESTALTEN

Ostwürttemberg bekommt ein Digitalisierungszentrum (v. l.): Dr. Joachim Bläse, Erster Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd; Thilo Rentschler, Oberbürgermeister der Stadt Aalen; Michael Belko, Leiter Konzernfunktion IT der Carl Zeiss AG und Vorsitzender des IHK-Digitalisierungsausschusses; Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises; Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg; Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg; Thomas Reinhardt, Landrat des Kreises Heidenheim; Peter Schmidt, Technologie- und Innovationsberater der IHK Ostwürttemberg. Foto: IHK Ostwürttemberg

Chancen der Digitalisierung nutzen

Um insbesondere den Mittelstand bei der Digitalisierung zu unterstützen, entstehen im Inkubator „Blezingerstraße“ in Aalen und in der eule gmünder wissenswerkstatt Standorte des Digital Hub Ostwürttemberg. Dort werden durch Qualifizierung und Vernetzung von Unternehmen, Anwendern und Wissenschaft die Innovationsfähigkeit der regionalen Unternehmen im Hinblick auf den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien verbessert und neue digitale Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt.

Weiterführende Informationen zu den Digital Hubs finden Sie hier.

Kompetenzen zusammenführen

Die strategische Netzwerkbildung zwischen regionalen Unternehmen und Institutionen begleitet zudem die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg (WiRO) über verschiedene Clusterinitiativen, von Automotive über Kreativwirtschaft und Photonik bis zum Werkzeugbau. Durch Wissenstransfer und Kooperation entstehen so Technologiefortschritte, wodurch lokale Standortfaktoren zu globalen  Wettbewerbsvorteilen werden können.
Wirtschaftsförderung im Ostalbkreis – das bedeutet den Einsatz für einen dauerhaft innovativen und wettbewerbsfähigen Standort, der Menschen und Unternehmen optimale Lebens- und Wirtschaftsbedingungen bietet.

Weiterführende Informationen zu WiRO finden Sie hier.

Kontakt

Landratsamt Ostalbkreis
Stuttgarter Straße 41
D – 73430 Aalen

Telefon (+49) 7361/5 03-12 14
wirtschaftsfoerderung@ostalbkreis.de
www.ostalbkreis.de

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